Liebe Twitter-Follower,

"Wenn das Ferne zu nahe tritt, entfernt oder verwischt sich das Nahe."
schrieb Günther Anders in seinem Hauptwerk "Die Antiquiertheit des Menschen".

So oder so ähnlich ergeht es mir gerade mit Twitter. Seit März 2010 treibe ich hier unter dem Nutzernamen "@reklamezentrale - Werbung war gestern" mein Unwesen. Dieser Name hat einen banalen Hintergrund: die reklamezentrale ist meine Agentur.

 

Wenn das Ferne zu nahe tritt, wird man schnell betriebsblind. Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass mein Nutzernamen auch auf Ressentiment oder einschlägige Vorurteile treffen könnte. So musste ich nun schmerzlich erfahren, dass einer meiner Lieblingsradiosender, DRadioWissen, mich für einen bösen SpamBot hält. Mich?! Das musste ich ausgerechnet in dem Moment feststellen, als ich einen Tweet zur Erhaltung des bedrohten Medienformates "DRadio Netzreporter" retweeten wollte. Der User* @NetzReport hatte mich als SpamBot geblockt und damit meine Solidaritätsbekundung unterbunden.  

Es ist müßig zu lamentieren. Ich bin weder Versicherungsverdreher noch Unternehmensverräter. Und erst recht kein SEO-Trickser. Ich habe keine bösen Absichten, sondern bin ein freundlicher und interessierter Zeitgenosse. Ich bin Walter Schoendorf und werde ab sofort als "@w_schoendorf" in diesem Twitterkanal meine Ein- und Ausfälle zum Besten geben.

P.S.: Das rote Icon werde ich als Reminiszenz an die alte "böse" Twitter-Identität zur Wiedererkennung noch eine Weile benutzen.

 

* und nur der User hat mich blockiert und nicht etwa Twitter - Dank für den Hinweis @profi_youth